Stellungnahme des Rates der Religionen Frankfurt zum Thema Antisemitismus, zum Existenzrecht des Staates Israel und konkret zur Einschätzung der Al-Quds Demonstrationen in Berlin.

Der Rat der Religionen Frankfurt sieht sich als Forum des Vertrauens und der Vermittlung zwischen Angehörigen verschiedener Religionsgemeinschaften.

Er ist damit der geeignete Ort und Rahmen, in dem einerseits Gemeinsamkeiten gesucht, sowie kontroverse Themen offen und ehrlich diskutiert werden können, aber auch Grenzen des Dialogs verhandelt und aufgezeigt werden müssen.

Im Angesicht der Geschichte dieser Stadt und dieses Landes lehnt der Rat unmissverständlich jede Form von Antisemitismus ab, sowie alle Äußerungen und Aktionen, die das Existenzrecht Israels in Frage stellen oder bedrohen.

Im Blick auf die jährlich stattfindenden Al-Quds Demonstrationen in Berlin teilt der Rat die Einschätzung, dass diese in Inhalt und Intention antisemitisch sind und das Existenzrecht Israels in Frage stellen. Der Rat lehnt daher die Teilnahme an diesen Demonstrationen eindeutig ab.

Der Vorstand
V.i.S.d.P. Athenagoras Ziliaskopoulos, Vorsitzender
Tel.: 0170 8649888
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